5 gute Gründe

... für Familienrituale

Ingo Hildebrand / gemeinsam glücklich / 09. November 2017

Gewohnheit, Routine, Langeweile? Nein, echte Familienrituale machen Spaß! Sie geben schon den Kleinsten ein Gefühl von Vertrauen und Sicherheit. Und der feste Rahmen schafft Freiräume für spontane Ideen. 

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1. In den Schlaf träumen und in den Tag hüpfen

Gedimmtes Licht taucht das Bettchen in warme Farben, die Spieluhr breitet ihren leisen Klangteppich aus, Kumpel Kuschelhase wartet schon mit seinem weichen Fell, das so vertraut duftet. Wer das Kinderzimmer zum Schlafengehen so konsequent und immer wieder gleich in eine Kuschelhöhle verwandelt, hilft schon Säuglingen, zur Ruhe zu kommen. Einschlafrituale wachsen mit: Bilderbuchgeschichten mit beruhigenden Reimen eignen sich zur Erweite-rung der Zeremonie, ebenso wie vertraute, sanfte Melodien. Übrigens: Auch fürs Aufwachen und Aufstehen eignen sich feste Rituale, um den Übergang in die aktive Phase des Tages zu erleichtern, z. B. ausgelassenes Hüpfen in Papas und Mamas Bett.

2. Einen Räuberteller auftischen

Regelmäßige Mahlzeiten mit der ganzen Familie bieten kleinen Forschern eine tolles Spielfeld, Neues zu probieren. Lassen Sie sich von Ihrem Nachwuchs Häppchen stibitzen, die er auf seinen eigenen Teller entführen darf. Wenn es schmeckt, gibt es Nachschlag. Wichtig ist die Gemeinsamkeit am Tisch. Wecken Sie die kindliche Neugier, aber üben Sie keinen Zwang aus. Und Sie brauchen Zeit: Also am besten ein gemütliches Abendbrot oder ein Sonntagsfrühstück dafür nutzen.

3. Kleine Wehwehchen einfach kalt machen

Auch als Nothelfer funktionieren Rituale prima: Das Aua wegpusten, den Schmerz mit bunten Pflastern überkleben oder mit Kühlpads „einfrieren“. So spüren die kleinen Patienten sofort, dass sie mit ihren Wehwehchen nicht allein gelassen werden. Und Sie können schnell checken, wie schlimm die Blessuren wirklich sind, oder ob die Trost-Therapie schon reicht.

4. Mit der Zahnbürste singen

Zähne putzen ist Ihrem Kind ein Graus? Mit diesem Lied klappt’s bestimmt:  

Immer schön die Zähne putzen
putze putze putze putz
Sonst sind sie bald zu nichts mehr nutze
putze putze putze putz
Immer schrubben und polieren
putze putze putze putz
Willst du nicht dein Gebiss verlieren
putze putze putze putz
Geht das Putzen in die Hose
kriegst du schnell Paradontose
Sag zum Zähneputzen „Yes!“
und du kriegst niemals Karies

Auszug aus „Biberlied“ von Randale – Rockmusik für Kinder. randale-musik.de

5. Die freie Zeit als Paar nutzen

Sie erinnern sich nur noch wehmütig an die unbeschwerte Zeit als kinderloses Paar? Okay, ganz so spontan können Sie nun nicht mehr in den Tag hineinleben. Nutzen Sie deshalb die neuen Möglichkeiten eines organisierten Familienalltags – und zwar für bewusste Zeit zu zweit. Rituale helfen auch bei der Paarbeziehung – sei es als fester Termin im Kalender oder sobald sich ein freies Zeitfenster auftut. Klingt unromantisch, macht aber trotzdem Spaß.

 

Foto: AleksandarNakic/E+/gettyimages
Illustration: Miriam Frömming

Ingo Hildebrand profitiert als babywelt-Redakteur von seinen Elternzeit-Erfahrungen: Ein Jahr lang blieb er für seine Söhne Henning und Peter zu Hause. Zurück im Job interessiert ihn naturgemäß die Rolle der Väter in dem liebenswerten Chaos-Kosmos, der sich Familie nennt.