Die besten Blogartikel zum Thema Elternsex

Let's talk about Sex

Nele Bruns / rundum wohlfühlen / 16. August 2016

Über Sex wird zu wenig gesprochen. Geschrieben aber schon und zwar unter dem Stichwort „Elternsex“. Eine Auswahl der besten Blogbeiträge (in Auszügen).

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Christina Tropper bloggt auf www.einerschreitimmer.com über das Leben mit Zwillingen. Ihr Elternsex-Beitrag heißt „Elf Gründe, warum ich heute vermutlich keinen Sex haben werde.“

 

Du hast eine Blogparade zum Thema Elternsex gestartet. Wie kam es dazu?

Ich verbringe meine Nächte allabendlich mit drei Männern in einem Bett. Meistens ist es so, dass einer meiner Jungs ewig nicht einschlafen will, darum hole ich ihn in unser Ehebett. Kind Nummer zwei kommt meist dann so um zwei Uhr in der Früh von selber zu uns. Und als ich mal wieder nicht schlafen konnte, weil eines meiner Kinder seinen Fuß in meinen Bauch trat und der andere auf meinen Oberarm sabberte, während mein Mann schnarchte, dachte ich mir: Let’s talk about Sex! Ich schrieb einen Artikel auf meinem Blog und sammelte bereits bestehende Beiträge – das nennt man Blogparade. Mein Sex-Posting wurde sehr gut geklickt und auch viele andere Blogger haben schon über das Thema geschrieben – das zeigt mir, dass es in vielen heimischen Schlafzimmern sehr ähnlich ist. 

Welchen Eindruck hast du davon, wie das Thema online und offline diskutiert wird?

Ich denke, als Blogger muss man aufpassen, was man von sich preisgibt. Es ist nicht so einfach, ehrlich über Sex zu schreiben. Immerhin ist das, was man da schreibt, öffentlich und außerdem betrifft das Thema auch den Partner. Meine Texte sind meist sehr satirisch, da ist es einfacher etwas zu sagen, weil die Satire ja von Übertreibung lebt. Ich würde beispielsweise niemals einen Blogpost schreiben, der private Einblicke in unser Sexleben gibt. Das geht niemanden etwas an. Solche Gespräche und Diskussionen führe ich höchstens offline.

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Giovanna Ackermann bloggt auf www.neverlookedsobeautiful.com über den Alltag mit ihrer kleinen Tochter und den Freuden und Hürden des Mamaseins. Ihr Elternsex-Beitrag heißt "Schäferstündchen für Fortgeschrittene".

Ist die kritische Säuglingsphase überwunden, bahnen sich andere Schwierigkeiten an: Denn Baby schläft ja gerne mal im Familienbett. So ein bis drei Jahre lang. Tote Hose. Ist so. Ich weiß ehrlich gesagt nicht, wie Eltern, die jahrelang das Familienbett pflegen, Nachwuchs produzieren. Ich bitte hier an dieser Stelle sich solche Kommentare wie: „Auf dem Küchentisch ist es aber auch schön“ zu verkneifen. Ähm ja, mag sein. Aber den Küchentisch dauerhaft zur Spielwiese umzufunktionieren, ist ja irgendwie auch nicht die Lösung. Tja, da bleiben nur die Zeiträume, wenn Baby schläft. Sehr unspontan das Ganze. Aber was soll man machen? Besser unspontaner Sex als gar keinen Sex.

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Bei den Themen ihres Blogs www.gluckeundso.de sind Daniela Wolf Authentizität und Ehrlichkeit besonders wichtig. Ihre Gedanken zum Begriff Elternsex lesen Sie hier.  

Elternsex – als ich dieses Wort das erste Mal las, musste ich laut loslachen. Elternsex. Eltern, die Sex haben. Müssen sie gehabt haben, sonst wären sie nicht Eltern. Aber haben Eltern nun anders Sex als Nicht-Eltern? Heißt es dann Nicht-Elternsex bei Kinderlosen? Ich hatte erst neulich mit ein paar Mamas ein Gespräch über Sex. Es ging um die Häufigkeit, seitdem man ein Kind hat. Es gab drei Lager: 1. Sex, was ist das und muss ich mich dafür bewegen? 2. Sex, ja einmal im halben Jahr und eventuell noch zum Geburtstag. 3. Sex, ja klar! Er gehört zum Leben, zu einer gut funktionierenden Beziehung und macht Spaß. So und nun wollt ihr sicherlich wissen, zu welchem Lager ich gehöre. Ich sag es mal so: Liebe kann man überall machen und nicht nur der Akt an sich führt zu Intimität. Müde könnt ihr auch eine Stunde später noch sein, oder?

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Andreas Lorenz schreibt auf www.papa-online.com über die Fragen, die Väter haben. Vor der Geburt, bei der Geburt und noch lange danach. Seinen Artikel zum Thema Elternsex lesen Sie hier.

Viele Paare haben das Problem, dass das Intimleben nach der Geburt nur langsam, wenn überhaupt, wieder in Schwung kommt. Dass es Zeit braucht, wussten wir vorher. Gefährlich wird es dann, wenn gar nichts mehr passiert.Die möglichen Gründe für eure Bettflaute sind so vielfältig, dass es keine Eine-für-alles-Lösung gibt. Das heißt aber nicht, dass du nichts tun kannst. Probiere oder kombiniere verschiedene Sachen, bis du zu eurer Lösung kommst. Nach der Ursachenforschung – Warum habt ihr keinen Sex? – können im zweiten Schritt diese Gegenmaßnahmen helfen: 1. Redet viel. 2. Lass deine Frau spüren, dass du sie immer noch begehrst. 3. Verschaffe ihr eine Auszeit. 4. Habt Zeit für euch. 5. Sprecht mit ihrem Frauenarzt. 6. Gib ihr die Zeit, die sie braucht. Alle diese schlauen Tipps und Ratschläge helfen auch bei euch, da bin ich sicher. Bei einigen geht das schneller, bei anderen wir  d es länger dauern. Jede Frau und jede Beziehung ist anders. Sei geduldig und gebt euch die Zeit, die ihr braucht. Es ist wichtig, dass ihr es beide wollt.

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Die Wienerin Jeannine Mik bloggt auf www.mini-and-me.com über ihr Leben als Mutter einer kleinen Tochter in all seinen Facetten. Ihr Elternsex-Beitrag heißt "10 gute Gründe für täglichen Sex als Eltern".

Es g’hert mehr g’schmust! Aber sind wir ehrlich: Wir haben keine Zeit. Wir sind zu müde. Wir sollten eigentlich schlafen. Wir haben keine Lust. Das Baby wacht gleich auf. Das Baby hört uns sicher. Das Baby braucht etwas. Es gibt viele Gründe, keinen oder nur noch sehr wenig Sex zu haben, sobald Kinder im Hause sind – aber auch viele, die dafür sprechen: 1. Sex hilft beim Stressabbau. 2. Wer mehr Sex hat, schläft besser. 3. Sex ist sooo gesund. 4. Sex ist ein großartiges Ganzkörper-Workout. 5. Vor langer, langer Zeit … waren wir ein Liebespaar. 6. Die Kinder spielen auch den ganzen Tag! 7. Sex fürs Selbstwertgefühl: Ich-finde-dich-schön-und-begehrenswert-Sex. 8. Sex trainiert den Beckenboden. 9. Sex schafft Nähe. 10. Lust macht Lust macht Lust.

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Henrike Voigt bloggt auf www.nieselpriem.com über die Aufzucht und Pflege ihrer Jungen. Ihr Elternsex-Beitrag heißt "Das Fleisch ist willig, aber der Teenie wach".

Ich muss euch jetzt was sagen. Und ihr müsst stark sein! Genießt euer komfortables Sexleben, solange die Kinder noch klein sind! So opulent wird es erst wieder, wenn die Nachkommen ausgezogen sind. Oder einmal im Jahr im Schullandheim. Bis dahin wird’s schwierig. Zeitlich. Organisatorisch. Alles. Da denkt man immer, die sind dann sowieso stundenlang außer Haus oder in ihrer eigenen Welt, aber nee! Entweder sind sie zeitgleich mit allen anderen aus dem Haus oder sie wollen immer dann etwas von einem, wenn man nun wirklich partout nicht mit ihnen rechnet! Abends ratze ich zwischen neun und halb zehn auf der Couch weg oder liege schon komatös auf meiner Seite des Bettes. Der Teenager geht gegen zehn ins Bett. Frühestens. Finde den Fehler. Manchmal frage ich mich wirklich, wann wir seinen Bruder gezeugt haben. Aber ich räche mich diabolisch! Irgendwann. Das Babyfon hat eine Gegensprechanlage. Und irgendwann brauchen wir das Ding nicht mehr für das Baby und ich schwöre, dass ich den Sender in seinem Zimmer verstecke. Und wenn der dann Besuch bekommt und es raschelt, flöte ich durch die Sprechanlage: „Hallöle ihr Süßen, Erfrischungen gefällig?!“

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„Unterhaltung auf mittlerem Niveau“ ist Andrea Litzenburgers eigene, völlig untertriebene Beschreibung des Blogs www.andrea-harmonika.de. Ihr Elternsex-Beitrag heißt "Die Liebenden des Nachtlichts".

Ganz abgesehen von der Tatsache, dass den meisten Müttern unter der Entbindung ein bisschen mehr als nur der Geduldsfaden gerissen ist, fällt der Wiedereinstieg ins gemeinsame Bett oft mehr als holprig aus – zumal sich gerade Mütter nach endlosen Dauerkuschelphasen mit dem Nachwuchs durchaus nach Momenten sehnen, in denen sich mal kein Familienmitglied auf sie legt. Aber was geschieht, wenn, nachdem sich die erste Aufregung gelegt hat, die gelebte Liebe nicht mehr so recht in Schwung kommen will? Wenn man sich die Kleider nur noch vom Leib reißt, weil sie vollgekotzt sind? Keine Frage: Es ist eine Herausforderung als Eltern, Liebe und Intimität im Alltag nicht verkommen zu lassen. Und natürlich kann man die partnerschaftliche Sexualität nicht als einzigen Gradmesser für Nähe und Vertrautheit heranziehen. Und doch ist der regelmäßige Körperkontakt eine wichtige Voraussetzung für vertrauensvolles Paarbonding. Die Gelegenheiten liegen oft völlig unspektakulär zu unseren Füßen. Legen wir uns einfach dazu.

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Jil Haberstig ist Wirtschaftspsychologin und bloggt auf www.vonherzenundbunt.de. In ihrem Elternsex-Beitrag stellt auch sie sich die Frage, was Elternsex eigentlich ist.

Meine Sexualität wurde mir gefühlt mit dem Mamawerden abgesprochen. Eigentlich sogar schon mit meiner Hochzeit. Okay, sie hat einen Mann gefunden, steht nicht mehr zur Verfügung, Thema durch. Over and out. Als ob man dann nicht mehr über Sex spricht, geschweige denn welchen hat. Naja, irgendwie ja schon, denn dann wurde ich Mama. Natürlich habe ich als Mutter oft andere Dinge im Kopf und für Sex fühle ich mich oft zu müde oder zu unsexy, besonders nach all dem Gewichts-Auf-und-Ab. Das heißt aber nicht, dass ich nicht an Sex denke oder ihn habe/gerne hätte. Sicher gab es sextechnisch für mich auch schon reizendere Zeiten, klar oder?

„Elternsex“– das Wort beschreibt ziemlich genau das, was ich so bescheuert finde. Warum ist denn Sex als Eltern etwas anderes als als Nicht-Eltern? Ey.. Gerade zum Elternwerden gehört doch Sex – oder hab ich das irgendwie falsch verstanden? Hm. Es reicht ja schon, dass sich meine Identität auf „Mama von…“ beschränkt. Aber gegen „Die Mama von… hat Sex“ wehre ich mich. Ob, wie oft, wie lange und mit wem ich Sex habe, betrifft meine Person, ganz unabhängig davon ob ich Mama bin oder nicht. Ich kann nicht verneinen, dass die Umstände das Ganze einschränken, aber sind es nicht immer irgendwie die Umstände? Egal ob Eltern oder nicht. Bitte erklär mir mal jemand, was genau Elternsex ist. Eine neue Stellung? Sex zwischen zwei schlafenden Kindern? Vielleicht einfach gar kein Sex? Sex ist Sex ist Sex ist Sex. Auch als Eltern. Lasst uns dafür nicht ein neues Wort einführen (haha). Lasst es uns nicht zu etwas Außergewöhnlichem werden.

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Catrin Ruelings Blog www.mom4mom.at möchte eine Plattform für Mamis in allen Lebenslagen sein. Ihn ihrem Elternsex-Artikel schlägt sie ein Experiment vor: den Sex nach Plan.

Ich möchte auf keinen Fall alle Beziehungen in einen Topf, oder gar in eine Schublade schmeißen. Aber ich denke, die meisten wissen was ich meine, wenn ich Alltag sage. Der kommt meistens schneller als einem lieb ist. Besonders, wenn man eigentlich mit beiden Beinen – mehr oder weniger – schon fest im Leben steht… Tagsüber arbeitet man, am Abend wird gekocht, oder ausgegangen und am Wochenende mal gechilled, eingekauft für die nächste Woche, Erledigungen erledigt und man trifft Freunde und Familie. Ist dann auch noch ein Kind da, oder auch schon mehrere Kinder, wird es – zumindest in meinen Augen – noch schwieriger, sich wirklich „spontan“ die Zeit für einander zu nehmen. Da gibt es Familien-Betten, schlechte Schläfer, lange Nächte, etc. Wir kennen sie alle. Die „Verhinderer“. Jedoch habe ich es noch nie verstanden wie man „nur“ im Ehebett miteinander schafen kann. Gerade wenn Kinder im Haus sind, muss man flexibel sein und ausweichen können. Und es gibt wirklich genügend andere Möglichkeiten – wenn nicht die Zeit dafür fehlen würde. Oder die Lust.

Der Plan war folgender. Wir müssen, ganz egal wie wir drauf sind, wie spät es ist, was noch alles zu tun ist, etc. jeden zweiten Tag miteinander schlafen. Klingt komisch, ist aber extrem lustig. Ich fühlte mich plötzlich wieder wie ein frisch verliebter Teenager, der darauf warten muss, dass die Eltern endlich das Haus verlassen, damit man über sich herfallen kann. Ich werden jetzt nicht ins Detail gehen, aber ich kann es Euch nur wirklich wärmstens empfehlen und euch den Sex nach Plan ans Herz legen, wenn es vielleicht momentan etwas „stockt“.

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Im Blog www.stadtmama.at von Judith List finden Leser Anektoten aus ihrem täglichen Familienchaos und kreative Ideen. Zum Eltern-Sex hat sie eine klare Meinung: „Bei all den guten Sex-Vorsätzen, man sollte sich nicht selbst stressen oder von anderen stressen lassen.“

Ohne Sex hätten wir keine Kinder. Sex ist wundervoll. Sex ist entspannend. Sex wird zum raren Gut, sobald man Kinder hat. Klar, das allererste, das man sich schwört, wenn der Nachwuchs in Planung ist: „Niemals, aber wirklich nienieniemals haben wir mal weniger Sex, wenn wir mal Kinder haben.“ Total romantisch. Ich will nicht einmal sagen, dass die Kinder mich so sehr von der schönsten Sache der Welt ablenken. Natürlich ist die Entwicklung des Sexlebens auch Typsache. Aber niemand wird abstreiten können, dass Kinder der größte Einfluss auf das Sexleben sind, seit man von zu Hause ausgezogen ist. Und so wird Sex für Eltern zum Luxus. Ganz einfach, weil Zeit Luxus ist.

Es gibt abseits der Vorlieben und Gewohnheiten auch noch ein paar andere Dinge, die Einfluß auf das Sexleben von Eltern haben. Hormone zum Beispiel, vor allem in der Schwangerschaft. Dann kommen wohl doch an nächster Stelle die Kinder. Denn die wollen prinzipiell rund um die Uhr Aufmerksamkeit. Wenn sie doch schlafen, haben sie ein ganz besonders feines Radar dafür, wann Mama und Papa kuscheln wollen. Unsere zumindest.

Was soll’s, wenn man nach den Kindern weniger Sex hat? So lange es schön ist.

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Anna Luz de Léon bloggt auf www.berlinmittemom.com über pädagogische Heldentaten und Experimente, über das gute Leben und die großen Zusammenhänge und um die vielen kleinen Geschichten aus dem Alltag ihrer Berliner Großfamilie. In ihrem Beitrag zum Thema Eltern-Sex berichtet sich von sieben Ansätze, wie Eltern ihr Sexleben wieder aufleben lassen können.

Wie, zur Hölle, sollen wir überhaupt Sex haben mit diesen vielen KINDERN im Haus? Gibt es das überhaupt: ein Sexleben als Eltern? Es hilft nur Humor, meine Lieben. Und davon haben wir als Eltern ja jede Menge, nicht wahr? Gemeinsam lachen hilft, entspannt und schafft Komplizenschaft. Zusammen sabotiert werden kann sich dann wieder fast unterhaltsam anfühlen und der entgangene Sex ist nicht mehr so wichtig. Er bleibt als Möglichkeit präsent und das Begehren wird nicht gleich gelöscht, sondern eher aufgehoben. Für später, wenn die Hexe ganz sicher weg ist. Und das vollgesabberte Shirt in der Wäsche.

Die Wahrheit ist: wir haben keine Wahl. Wir müssen nehmen, was wir kriegen können an freien Momenten und Augenblicken zu zweit. Wir müssen die Zeit, die wir haben nutzen, so gut wir können. Manches dabei lässt sich planen, manches nicht. Und trotz aller Planung und organisierter Zweisamkeit können wir  dennoch mit nichts rechnen. Denn selbst die vor dem Fernseher geparkten Kinder schütten sich plötzlich mal kalten Saft über oder kriegen Bauchweh oder kommen auf die Idee, Tomatenquetsche zu spielen… Dann sind wir mit einem Schlag wieder in erster Linie Eltern.

Das Sexleben als Eltern ist anders als das, was wir vor den Kindern hatten. Aber es muss nicht schlechter sein, schließlich ist Quantität nicht das Entscheidende, wenn wir mit dem Menschen zusammen sind, den wir lieben. Besondere und geplante Momente zu zweit können genauso aufregend sein, wie der Spontansex aus kinderlosen Tagen und wenn wir uns nicht zu sehr an die Maßstäbe aus alten Zeiten klammern und uns davon frei machen, dass wir ewig jung, aufregend und wild sein müssen, dann steht das Sexleben als Eltern dem aus früheren Tagen in nichts nach.

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Katja Grach bloggt auf www.krachbumm.com über Lifestyle, Sex und Elternschaft. Sie ist Sexualpädagogin und hat eine Umfrage mit 150 Teilnehmern zum Thema Elternsex gemacht. Dabei ging es ihr vor allem um die Rahmenbedingungen, die die Häufigkeit von Sex bei Eltern einschränken. Hier lesen Sie die Ergebnisse.

Wenn ich mir die Statistiken so ansehe, fällt mir etwas ziemlich ins Auge: Meine Artikel, in denen es um Sex geht, sind die, die am meisten angeklickt werden. Hier führen am meisten Suchanfragen hin und überhaupt sind es die, auf die ich auch am häufigsten angesprochen werden – so unter vier Augen. Kommentieren trauen sich dann schon weniger. Dann müsste eine/r sich ja öffentlich positionieren und was denken dann die anderen? Ja, was denken die anderen überhaupt? Denn unter vorgehaltener Hand wird unter frischgebackenen Eltern schon ein bisschen getuschelt. Dass wir es aber wissen wollen und neugierig sind, beweißt der Ansturm auf einen anonymen Fragebogen von mir, der innerhalb von wenigen Stunden von über hundert Müttern ausgefüllt wurde. 

Schwangerschaft und Sex ist ja schon so ein eigenes Kapitel. Ist das Baby dann endlich da, werden die Karten noch einmal neu gemischt und viele hoffen nun auf eine Zeit, in der es zumindest im Bett endlich wieder so wird, wie es vorher war – ganz ohne die ideale Position nur mit Hilfe von mindestens fünf Kissen zu finden. Nur dann tritt dieses "so wie früher" meist nicht ein. Müdigkeit, Zeitmangel, waches Kind – die Liste ist lang. Dabei steht die Frage im Raum: Geht es denn anderen Eltern auch so?

Hier finden Sie die Antworten der Umfrage und weitere Artikel zum Thema Sex.

Fotos: Moritz Otto / EyeEm / Getty Images, privat, www.pressthebutton.at, Anna Lisa Chang

Nele Bruns ist Chefredakteurin des babywelt-Elternmagazins. Ihre Töchter Leni (6) und Emma (3) liefern ihr täglich die besten Inspirationen für neue Geschichten aus dem Familienleben. Das Thema Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist dabei ein ständiger Begleiter.